Leopard Ecology & Conservation

Leopard Ecology & Conservation (LEC) wurde im Jahr 2000 von Monika Schiess-Meier gegründet und hatte ursprünglich zum Ziel, das Verhalten der Leoparden in der Kalahari zu studieren. Doch schon bald zeigte sich, dass nicht nur Leoparden, sondern auch Löwen im Konflikt mit den lokalen Bauern stehen. Um das Überleben der Grosskatzen langfristig zu sichern, muss der Konflikt zwischen Menschen und Wildtieren entschärft werden, so dass schliesslich eine friedliche Koexistenz ermöglicht wird. Aus diesem Grund arbeitet Leopard Ecology & Conservation eng mit der lokalen Bevölkerung zusammen.


Leopard Ecology & Conservation schafft zum Schutz der Raubkatzen und ihres Lebensraumes Wissen, wendet es an und gibt es effektiv an die Bevölkerung weiter.


Leoparden

Seit dem Jahr 2000 studiert das Team von Leopard Ecology & Conservation die Leoparden (Panthera pardus) der zentralen Kalahari.
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Löwen

Neben den Leoparden gehören auch die Löwen (Panthera leo) zu unseren Studientieren. Als die grössten Raubtiere der Kalahari besitzen sie eine Schlüsselfunktion und sind damit ideale Indikatoren für die Gesundheit des Ökosystems. Daher ist die Überwachung der Löwenpopulationen von entscheidender Bedeutung.

Mithilfe von GPS-Sendehalsbändern finden wir in unsere Studientiere in unserem Studiengebiet. Wir beobachten die besenderten Löwen meist zusammen mit ihrem Rudel und sammeln so Daten darüber, wer mit wem zusammen lebt, welche Löwin wann, wie viele Junge bekommt und ob diese überleben. Auch können wir anhand der Beobachtungen und der gesammelten Proben Aussagen zum Gesundheitsstatus der Löwenpopulation machen. Zurzeit tragen mehrere Löwinnen und Löwen ein Halsband. Wir versuchen jeweils Individuen aus verschiedenen Rudeln zu besendern, da uns diese Tiere dann jeweils zu ihren Gruppen führen und wir somit Daten von mehreren Tieren sammeln können.

Dank diesen Daten können wir auch eine viel genauere Schätzung der Grösse der Population machen als durch blosse Sichtungen möglich wäre.

Die Daten, die einerseits direkt im Halsband gespeichert werden und andererseits via Satellit an uns geschickt werden, zeigen uns, wie die Löwen den Raum nutzen, der ihnen zur Verfügung steht. So zeigte sich, dass die Löwen in unserem Studiengebiet über die grössten Streifgebiete verfügen, die überhaupt für Löwen bekannt sind. Weiter konnten wir feststellen, dass erwachsene Löwen in der Kalahari meist alleine oder zu zwei unterwegs sind. Ab und an treffen wir Dreiergruppen noch grössere Gruppen sind aber kaum anzutreffen.

Neben unseren allgemeinen ökologischen Fragestellungen, gibt es einen weiteren wichtigen Grund, warum wir die Löwenpopulation in Khutse und im südlichen Central Kalahari Game Reserve untersuchen. In den letzten Jahrzehnten hat die Zahl der Löwen stetig abgenommen. In den Jahren unserer Forschungstätigkeit in Khutse mussten wir schon zweimal eine dramatische Abnahme der Zahl der Tiere feststellen. Wir schätzen, dass die jetzige Löwenpopulation nur noch die Hälfte der Population von 2005 umfasst. In Zahlen bedeutet das, dass die Anzahl der Löwen von 60 Tieren auf rund 30 gesunken ist. Diese Abnahme hängt einerseits mit dem episodischen Auftreten einer Krankheit zusammen, andererseits spielt auch die Konfliktsituation zwischen Mensch und Löwe eine gewichtige Rolle. Wir beobachten daher beide Situationen intensiv und hoffen, mit unseren Forschungsergebnissen die Situation der Löwen in der Kalahari positiv zu beeinflussen.

Act Now for Tomorrow

Mit unseren Bildungsprojekten unter dem Motto

“Act Now for Tomorrow –
Handle heute für morgen” 

will LEC ein Werkzeug entwickeln, das nachhaltige und breit abgestützte Landnutzung erlaubt. Zentral dabei ist die Ausbildung und Aufklärung der Bevölkerung, so dass die Menschen schliesslich sachkundig und effektiv mit den vorhandenen Ressourcen umgehen.

Unser Aktionsradius ist der Kweneng District, direkt angrenzend an das Khutse Game Reserve. Hier fokussiert LEC sich auf die sieben Viehposten Ditampana/Mosime, Kungwane, Mahuhumo, Makakamara, Mangadiele, Moilwane and Mokujwane und auf das Dorf Kaudwane.

Das Bildungsprojekt startete 2008. Mittlerweile arbeiten fünf Mitarbeiter mit den Bauern und Hirten sowie der Bevölkerung Kaudwanes an verschiedenen Projekten. Neben den sachbezogenen Erfolgen ist LEC stolz auf das Vertrauensverhältnis, das mit unseren lokalen Partnern aufbaut wurde.

Zurzeit bearbeiten wir im Ausbildungsprogramm folgende Themen
  • Verluste an Viehbeständen durch Raubtiere
  • Wie manage ich meinen Viehbestand effizient
  • Relevanz des Vieh Hütens
  • Rolle eines guten Kraals – Schutz des Viehs in der Nacht
  • Erkennen, behandeln und vermeiden von Krankheiten beim Vieh
  • Hufpflege
  • Wie pflege ich mein Pferd richtig?
  • Umweltbildung

LEC kooperiert mit verschiedenen Interessengruppen (Liste unserer Partner) und wird vom Educational Project Steering Board beraten.