Gesellschaftliches Engagement in Kaudwane

Das Dorf Kaudwane liegt fünf Kilometer vom Zugang zum Khutse Game Reserve und von unserem Camp entfernt. Die Mehrheit seiner Bewohner sind San. Ursprünglich sind San Nomaden und das Leben als Bauern mit Tierhaltung und mit Feldern, die bewirtschaftet werden, nicht zu ihrem traditionellen Lebensstil. Mit unseren Projekten in Kaudwane möchten wir einerseits grundsätzlich ein stärkeres Bewusstsein in Umwelt- und Tierschutzthemen fördern und andererseits auch engagierten Personen neue Perspektiven anbieten.

Die Hufe von Rindern und Eseln sind nicht für den weichen Sand der Kalahari gemacht, da dieser die Hufe kaum abnutzt. Dies kann zu einem starken und schmerzhaften Wachstum der Hufe führen, wodurch die Tiere nicht mehr richtig gehen können, sodass sie nicht mehr genügend Nahrung aufnehmen können. Zwei einheimische Männer sind von LEC damit beauftragt, die „wuchernden“ Hufe zurechtzutrimmen und die Besitzer der Tiere so zu informieren, dass sie künftig selbstständig für das Wohl dieser Tiere sorgen können. Nebeneffekt dieses Projektes ist es, dass die Tiere wieder besser gehen können und somit auch nicht so einfach zu Beute von Raubtieren werden.

Pferde und Esel sind sehr wichtig für die lokale Bevölkerung, da sie die einzig verfügbaren Transportmittel sind. Trotzdem werden die Tiere oft vernachlässigt oder sogar misshandelt. Wir haben mittlerweile etliche Pferde aufgenommen. Sie werden dann von unseren zwei Hirten im Dorf betreut. Die Pferde werden regelmässig gestriegelt und geimpft, ihre Hufe werden gepflegt und Wunden versorgt. Dieses Wissen im Umgang mit Pferden wird von den Hirten dann an Pferdehalter weitergegeben.

Wir haben zusammen mit der Kaudwane Primary School einen Schulgarten angelegt. Hier können die Kinder lernen, wie sie Gemüse und Früchte anbauen können.

Ein kleiner Dorfladen – Itsoseng non-profit shop, in dem eine Frau aus dem Dorf, Kleidung verkauft, ist ein weiteres Projekt. Alle Verkaufsgegenstände haben wir von grosszügigen Spendern bekommen. Der Erlös des Verkaufes fliesst in unsere Dorfprojekte zurück. Zum Beispiel kaufen die Bewohner damit Kostüme für die traditionelle Tanztruppe des Dorfes, Netze für die Beschattung des Schulgartens oder Dinge für Aktivitäten der Schulkinder.

Das Boipuso Conservation Projekt soll die Leute aus der Gegend an diesem nationalen Feiertag zusammenbringen und allen gemeinsam das Thema Umweltschutz in einem festlichen Umfeld näher bringen.

LEC unterstützt ebenfalls das jährliche Fussballturnier der Gegend (Salajwe Annual Soccer Tournament), um so den Umweltschutzgedanken im ganzen Gebiet zu verbreiten.

Um etwas Abwechslung in das Dorfleben zu bringen, gestalten wir Filmabende auf dem Dorfplatz. In erster Linie zeigen wir Naturdokumentationen, um die Menschen auf die Schönheiten aufmerksam zu machen, die sie sozusagen in ihrem Hinterhof haben. Alle Filme mit einem Raubtier in Aktion sind dabei die absoluten Favoriten des Publikums.

Daneben kann LEC auch vereinzelt Einzelpersonen wie zum Beispiel den jungen Künstler Tumediso Keolipile unterstützen. Er spezialisiert sich auf traditionelle San Zeichnungen und LEC konnte ihn beim Besuch einer entsprechenden Schule unterstützen.